Was ist eigentlich die Börse? In Deutschland ist sie besonders seit den 90er-Jahren durch die "T-Aktie" und (heute immer noch) durch die TV-Börsennachrichten kurz vor der Tagesschau bekannt geworden. Die Börse ist ein Handelsplatz, an dem Käufer und Verkäufer zusammengeführt werden.
Die Handelsgüter
Gehandelt werden kann im Grunde alles mögliche. Wertpapiere (z.B. Aktien), Anleihen, Immobilien, Lebensmittel, Tiere, Öl, Gold, usw. usf. Käufer und Verkäufer verständigen sich über zwischengeschalteten Makler auf einen Preis. Während früher der Handel tatsächlich ausschließlich in den Räumen der Börse (Parketthandel) stattfand, werden heutzutage die meisten Geschäfte an den Börsen über den Computer abgeschlossen.
Verschiedene Börsen
Für jedes Handelsgut gibt es eine bestimmte Börse. So haben Börsen, an denen Aktien gehandelt werden, nichts mit den Rohstoff-Börsen zu tun. Börsianer sollten sich gut mit den Werten auskennen, die sie handeln (kaufen/verkaufen).
Die Börsenregel
Grundsätzlich gibt es eine Börsenregel, die nie außer Kraft zusetzen ist: Je höher die Gewinnchance, desto höher das Risiko. Es geht daher immer wieder um die gleiche Frage und letztlich um das gleiche Spiel: Was bin ich bereit zu riskieren und wie viel Geld kann ich damit verdienen? Sollte ich meine Altersvorsorge in dieser Form sichern? Nicht umsonst spricht man bei Anlegern, die viel riskieren oft von Zockern. Börsianer sind jedoch grundsätzlich keine Zocker. Besonders professionelle Händler wissen, wie sie Verluste begrenzen können und trotzdem gute Ertragschancen haben.
Anleger sind also gut beraten, wenn sie sich nicht nur mit den Gewinnchancen, sondern auch mit den Verlustrisiken des jeweiligen Investments beschäftigen - und zwar vor der Anlageentscheidung. Eine Anlage, die beispielsweise jährlich drei oder vier Prozent Rendite erzielt, ist in der Regel weniger riskant. Jährliche Gewinnchancen, die im zweistelligen Bereich liegen, dagegen schon eher.
Börsentrends
Nicht nur das sogenannte Rendite-Risiko-Verhältnis, auch Trends spielen an der Börse eine große Rolle. Wer rechtzeitig auf den richtigen Trend setzt, kann damit viel Geld verdienen. Denn auch - oder besonders - an der Börse gilt das Angebot-und-Nachfrage-Prinzip: Je stärker die Nachfrage, desto kleiner wird das Angebot und desto teurer werden die gehandelten Werte. Wer etwa frühzeitig erkennt, dass sich eine Branche künftig positiv entwickeln wird und die entsprechenden Aktien der Unternehmen kauft, kann nach dem tatsächlich erfolgten Aufschwung der Branche seine Aktien später an der Börse für mehr Geld verkaufen als er sie gekauft hat. Übrigens: Natürlich muss das Unternehmen, das die Aktien begibt, an der Börse notiert sein, damit die Papiere an der Börse gehandelt werden können.
Zum Thema Börsen-Trends laut Börsennews ist noch zu sagen: Wer zu spät einen Trend erkennt, läuft Gefahr, den Zug zu verpassen. Viele Anleger der Telekom-Aktie ("T-Aktie") werden sich erinnern. Als die Kurse zum Ende der 90er-Jahre steil nach oben zeigten, kauften sich viele deutsche Anleger das Papier. Kurz nach der Jahrtausendwende stürzte der Kurs jedoch ab - und viele Neueinsteiger verloren an der Börse viel Geld.
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Generell bietet die Börse viele Möglichkeiten für gute Renditen und spätestens seit dem Entstehen von Fondssparplänen ist auch die Altersvorsorge ein Thema, das im Börsengeschäft immer stärker thematisiert wird.