Die Finanzkrise hat institutionelle wie private Anleger dazu getrieben, einen großen Teil Ihrer Aktienpositionen zu verkaufen, um Cash zu machen. Cash ist schon früh ein geläufiger Begriff im Englischunterricht. Die Aktienkurse haben sich innerhalb weniger Monate weltweit an allen Börsen um 50% und mehr nach unten bewegt. Manche Anleger überlegen sich, ob nun der richtige Zeitpunkt für eine Aufstockung des eigenen Aktiendepots gekommen ist. Eine sichere Tendenz der Entwicklung der Börsenkurse kann niemand seriös voraussagen. Nach wie vor sind viele Risiken im Spiel. Daher sollten Sie auch einen Depotvergleich in Erwägung ziehen.
Die Krise
Auch die Wirtschaftsweisen sind sich zur Zeit nicht einig über die Frage, ob der Tiefpunkt der Wirtschafts- und Finanzkrise erreicht ist oder ob ein noch tieferer Einbruch erfolgen wird. Mit nachhaltig steigenden Aktienkursen kann erst dann wieder gerechnet werden, wenn die Mehrheit der Börsenteilnehmer sicher davon ausgeht, dass sich die Wirtschaftstätigkeit wieder belebt. So lange allerdings die Verbraucher unsicher sind und ihr knappes Geld zusammenhalten, wird die Nachfrage nicht steigen können. Bei nachlassender Nachfrage erhöht sich zwangsläufig die Arbeitslosigkeit, was eine noch knappere Konsumentennachfrage nach sich ziehen würde. Daher gibt es auch alternative Wege wie das Callcenter für Unternehmen neue Kunden zu gewinnen.
Die Zukunft
Sollte sich die globale Wirtschafts- und Handelstätigkeit jedoch in absehbarer Zeit wieder beleben, sehen sich Verbraucher und Anleger neuen Risiken gegenüber. Durch das massive Ankurbeln der Notenpresse durch die Zentralbanken als Reaktion auf die Finanzkrise, mit der Investitionsengpässen und der nachlassenden Wirtschaftstätigkeit entgegengewirkt werden soll, kann mittelfristig eine hohe Inflation ausgelöst werden. Hohe Zinsen wirken sich immer negativ auf die Börsenkurse aus und eine inflationäre Geldpolitik schmälert das Vermögen der Verbraucher.
Die Investition
Die Anleger sehen sich also in einem Dilemma. Sollen sie in Aktien investieren, mit denen in absehbarer Zeit keine Kursgewinne gemacht werden können, oder sollen sie ihr Kapital in eine Anlageform investieren, mit denen sie auf mittlere Sicht ungeahnte inflationäre Verluste erleiden könnten?
Die Gründe
Da die Zinsen so niedrig sind wie seit Jahren nicht mehr, geht die Tendenz eher dahin, einen Teil des Vermögens in wenig risikoreiche Aktien zu investieren. Die Zinsverluste halten sich in Grenzen und in einer Inflationsphase wären Aktien ohnehin die sicherere Option. Zwar besteht nach wie vor das Risiko, dass sich die Aktienkurse weiterhin nach unten bewegen. Die sicheren Standardwerte, die vor allem im Lebensmittel- und im Pharmabereich sowie im Energiesektor zu finden sind, haben jedoch bereits große Verluste erlitten und gelten deshalb mittlerweile als einigermaßen stabil. Der Finanz- und damit auch der Versicherungssektor bleiben trotz der niedrigen Kurse nach wie vor riskant. Niemand kann sicher einschätzen, ob nicht weitere Großinstitute in eine Krise geraten und andere Geldhäuser mit in den Abgrund ziehen.Wer zum jetzigen Zeitpunkt einen Teil seines Vermögens in die klassischen Bluechips aus den weniger krisengeschüttelten Sektoren investiert wird kaum Schiffbruch erleiden, vorausgesetzt, dass er viel Geduld hat und auch eine längere neue Krise aussitzen kann.