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  • ETF Investment
    [X]Nur die wenigsten aktiv gemanagten Fonds konnten in der Vergangenheit das Versprechen einlösen, den jeweiligen Vergleichsindex outzuperformen. Daher verwundert es wenig, dass immer mehr Anleger sich nach Alternativen zu den klassischen Investmentfonds umschauen. Dabei spielen ETFs eine besonders große Rolle. ETFs sind sogenannte börsengehandelte Indexfonds (exchange traded funds).

    ETF werden - anders als die meisten konventionellen Investmentfonds - nicht über die Fondsgesellschaft, sondern über die Börse gehandelt. Dadurch sind die Anschaffungskosten beim ETF Investment meist geringer. Der für aktiv gemanagte Fonds übliche Ausgabeaufschlag, welcher oft bis zu 6 Prozent beträgt, entfällt. Stattdessen werden ETFs mit einem geringen Spread gehandelt. Beim Handel entstehen darüber hinaus lediglich die üblichen Orderkosten, die sich von Bank zu Bank unterscheiden, in der Regel aber deutlich unterhalb des Ausgabeaufschlags liegen.

    Der besondere Vorteil von ETFs ist, dass diese nur einen Index nachbilden. Das bedeutet, dass ein Anleger mit seinem ETF Investment beinahe eins zu eins an der Wertentwicklung des abgebildeten Index partizipiert. Die meisten ETFs bilden große Aktienindizes wie zum Beispiel den DAX oder den DOW Jones nach. Es gibt aber auch ETFs, die exotische Indizes oder Aktienkörbe nachbilden und Anlegern den Zugang zu schwer zugänglichen Märkten verschaffen, an denen normalerweise keine Einzelaktien erworben werden können. Da ETFs aber nur einen Index nachbilden und keine aktiven Anlageentscheidungen getroffen werden, spricht man auch von einem passiven Management. Diese Passivität bringt Kostenvorteile mit sich, die in Form niedrigerer Verwaltungsgebühren an die Fondanleger weitergegeben werden. In der Regel betragen die laufenden Fondskosten bei ETFs nur ein Bruchteil von dem, was bei aktiv gemanagten Fonds üblich ist.

    Durch ihre passive Aufstellung sind ETFs sogenannten Partizipationszertifikaten sehr ähnlich. Aufgrund der Tatsache, dass ETFs aber meist mit geringeren Spreads gehandelt werden können als Anlagezertifikate, setzen auch Zertifikateanleger verstärkt auf ETFs. Ein entscheidender Vorteil: Beim ETF Investment gibt es - im Gegensatz zur Anlage in Zertifikate - kein Emittentenrisiko. ETFs sind nämlich Sondervermögen und werden vom Vermögen der Fondsgesellschaft getrennt verwaltet. Sollte die Fondsgesellschaft insolvent werden, ist das Fondsvermögen geschützt und wird nicht in die Insolvenzmasse eingerechnet!