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  • Finanzierungsschätze

    Nach den exorbitanten Verlusten an den Börsen suchen Anleger vermehrt wieder mehr Sicherheit für ihre Geldanlage. Im Gegenzug sind sie nur allzu bereit, auf eine entsprechende Rendite zu verzichten. Noch vor zwei Jahren wäre man als altmodisch und unvernünftig eingestuft worden, hätte man sein Geld lediglich in sichere Anlagen wie Finanzierungsschätze angelegt.

    Die Vergangenheit
    Die Aktienmärkte versprachen damals schnelle und hohe Renditen. Zweistellige Zinssätze wurden zum Teil prognostiziert. Wer hätte da nicht zugegriffen.
    Viele der Aktienbesitzer haben 2008 in Folge der Finanzkrise große Verluste erlitten. Ihr verbliebenes Vermögen legen sie nun vermehrt in Bundeswertpapiere an, die eine äußerst hohe Sicherheit garantieren.

    Der Ablauf
    Schon ab einem Betrag von 500 Euro kann man kostenfrei Finanzierungsschätze des Bundes erwerben. Die Laufzeit beträgt ein oder zwei Jahre. Der Kauf erfolgt mittels Überweisung ohne Ausgabeaufschlag und ohne weitere Depotgebühren, werden die Finanzierungsschätze im Schuldbuchkonto der Finanzagentur verwahrt. Die Eröffnung des Schuldbuchkontos erfolgt ganz einfach per Telefon, über das Internet oder per Post. Eine Finanzierung über einen Kredit ist nicht sonderlich zu empfehlen, da die Kreditzinsen meist viel höher sind als die Rendite. Somit ergäbe sich ein großes Defizit.

    Die Beschränkungen
    Pro Person darf man 250.000 Euro täglich in Finanzierungsschätzen anlegen. Die Finanzierungsschätze können im Anlagezeitraum anders als Aktien allerdings nicht veräußert werden. Dies sollte man bei der Geldanlage beachten. Zusätzlich zu Finanzierungsschätzen sollte man daher immer noch ein Tagesgeldkonto oder Girokonto haben, das über ein entsprechendes Guthaben verfügt, damit man in Notfällen liquide ist.

    Die Rendite

    Die Konditionen für Finanzierungsschätze können Sie übrigens in jeder Tageszeitung nachlesen, aber auch direkt bei der Finanzagentur des Bundes erfahren. Momentan sind die Zinsen aufgrund der hohen Nachfrage sehr niedrig. Wer allerdings Wert auf eine sichere Geldanlage legt, ist mit Finanzierungsschätzen gut beraten. Die kurze Kapitalbindung über nur ein oder zwei Jahre und der fixe Auszahlungsbetrag , für dessen Auszahlung der Bund garantiert, machen die Rendite für Finanzierungsschätze durchaus attraktiv. Das Besondere an Finanzierungsschätzen ist die Tatsache, dass es sich hierbei um abgezinste Papiere handelt. Sie zahlen also lediglich den um die entsprechenden Zinsen reduzierten Betrag und erhalten am Ende der Laufzeit den Nennbetrag ausgezahlt. Wollen Sie beispielsweise 1000 Euro in Finanzierungsschätzen anlegen, so zahlen sie lediglich 1.000 Euro abzüglich der Zinsen für den Anlagezeitraum.

    Die Auszahlung
    Bei Fälligkeit der Finanzierungsschätze erhalten Sie dann 1.000 Euro ausgezahlt. Vor dem Fälligkeitstermin erhalten Sie übrigens automatisch eine Information. So können Sie rechtzeitig überlegen, wie Sie ihr freiwerdendes Geld verwenden oder gegebenenfalls neu anlegen. Wollen Sie erneut in Finanzierungsschätze investieren, müssen Sie dies der Finanzagentur 10 Tage vor Fälligkeit mitteilen. Dazu füllen Sie einfach einen Antrag zur Wiederanlage aus. Möchten Sie Ihr Geld nicht neu anlegen, wird der fällige Betrag automatisch auf Ihr Konto überwiesen.
    Weitere Informationen hierzu erhalten Sie auch bei einem Baukredit Ratgeber. Dieser sollte Sie mit allen wichtigen Informationen versorgen.