Für Anleger, die von der Entwicklung der weltweiten Finanzmärkte profitieren wollen und die an die langfristigen Chancen aus der Geldanlage in Aktien glauben, bieten sich im Wesentlichen zwei Möglichkeiten, zu investieren. Zum Einen handelt es sich dabei um das Direktinvestment in einzelne Aktien und zum Anderen um das Anlegen in Aktienfonds.
Die Investition
Das direkte Investieren in eine oder mehrere einzelne Aktien bietet sicherlich die Chance auf eine Outperformance gegenüber breit diversifizierten Fonds oder einem Index, der als Benchmark fundiert. So können Anleger beim Direktinvestment ganz bewusst und sehr konzentriert eine Anlagestrategie verfolgen und zum Beispiel in einen bestimmten Sektor investieren. So wäre es beispielsweise denkbar, dass ein Privatanleger von dem Potential des Goldes überzeugt ist. Aufgrund dessen kauft er einige Aktien von verschiedenen Goldminenbetreibern. Sollte die Nachfrage nach Goldbarren erheblich steigen, hätte der Anleger so eine gute Chance, überdurchschnittliche Renditen zu erwirtschaften. Auf der anderen Seite ergibt sich aus der hohen Konzentration auch das Risiko enormer Verluste. Gerade die Finanzkrise und die damit verbundenen Verwerfungen an den gesamten Finanzmärkten, aber insbesondere im Bankensektor, hat gezeigt, wie stark einzelne Branchen unter bestimmten Entwicklungen leiden können. So haben die meisten Bankaktien erheblich mehr als 50 Prozent ihres Wertes verloren. Einige Banken sind sogar 90 Prozent weniger wert als vor der Krise!
Die Anlage an sich
Die Fondsanlage eignet für konservativer eingestellte Anleger, die genau diese Risiken vermeiden möchten. Eine breite Diversifikation über einzelne Unternehmen, Regionen, Länder und Branchen hinweg bewirkt zumindest ein Minimum an Stabilität. Denn gänzlich abkoppeln können sich auch breit diversifizierte Aktienfonds nicht. Allerdings erleiden Anleger bei einem Fondsinvestment weitaus geringere Verluste, wenn eine einzelne Branche oder ein einziges Unternehmen Probleme hat. Außerdem entfällt bei der Fondsanlage meist eine aufwändige Recherche. Der Anleger muss sich nicht selbst darum kümmern, ob ein Unternehmen interessant ist oder nicht. Die Anlageentscheidungen werden ihm vielmehr von einem kompetenten Fondsmanagement abgenommen. Somit ist ein Fondsinvestment nicht nur aus Diversifikationsgründen interessanter als ein Direktinvestment in Einzelaktien, sondern auch aus Zeitgründen. Viele Anleger schätzen auch die geringeren Kosten eines Fondsinvestments. das Zusammenstellen eines umfangreichen Portfolios mit Einzelwerten ist vielen Anlegern einfach zu teuer, da für jeden Titel Orderkosten anfallen. Bei der Fondsanlage fallen dagegen oft keine Orderkosten an.
Die Zukunft
In Anbetracht der aktuellen Situation an den Finanzmärkten entscheiden sich viele Anleger daher eher für die Anlage in Fonds, statt für den direkten Kauf von Einzelaktien. Ein Trend der sich auch in Zukunft fortsetzen dürfte. Die Anleger haben erkannt, dass Diversifikation ein wichtiges Kriterium für langfristig erfolgreiches Investieren ist.