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  • Investmentfonds

    Viele Anleger schwören schon seit Jahren auf die Möglichkeiten, die sich aus einer Geldanlage in Investmentfonds ergeben. Mit dem Kauf eines einzigen Fonds investiert der Anleger direkt in mehrere Aktienwerte, die vom Fondsmanagement ausgesucht und verwaltet werden. Der Anleger muss sich nach der Entscheidung für einen Investmentfonds also nicht mehr um den Aufbau seines Investmentportfolios kümmern, dies übernimmt das Fondsmanagement. Somit stellen Investmentfonds die komfortabelste und unkomplizierteste Möglichkeit des Aktieninvestments dar.

    Der Vergleich zu normalen Aktien
    Gegenüber dem Direktinvestment in Aktien hat die Anlage in Investmentfonds einige erhebliche Vorteile. So müssen die Einzelwerte nicht mühsam selektiert werden. Vielmehr ist nur eine Kauforder notwendig, um einen Fonds mit vielen Einzelaktien zu erwerben. Diese Tatsache kann zu enormen Sparpotentialen führen, zum Beispiel dann, wenn man das Vermögen über möglichst viele verschiedene Werte streuen möchte. Die breite Streuung impliziert immer auch eine Minimierung des Risikos, wie wenn als würden Sie Ihren Traumpartner finden und jedes Riskio aus dem Wege gehen, da Kursverluste einer einzelnen Aktie des Fonds kaum Auswirkungen auf die Wertentwicklung des Gesamtportfolios haben. Umgekehrt hat eine Rallye eines Unternehmens oder einer einzelnen Branche nur geringfügige Auswirkungen auf die Performance. Ein gravierender Nachteil der Anlage in Investmentfonds sind der hohe Ausgabeaufschlag von in der Regel ca. 5 Prozent und die laufenden Verwaltungskosten, die sich oft auf deutlich mehr als ein Prozent jährlich belaufen können.Außerdem eignen sich Investmentfonds nur bedingt dafür, eine bestimmte "Investmentidee" umzusetzen. Wer sich also beispielsweise ganz bewusst auf eine bestimmte Branche oder ein Unternehmen fokussieren will, weil er hier besonders hohe Chancen erwartet, ist mit der Anlage in eine oder mehrere Einzelaktien sicherlich besser bedient, als mit konventionellen Investmentfonds. Außerdem bringt die Aktienanlage keine nennenswerten laufenden Kosten mit sich, während ein Engagement in Investmentfonds hohe Verwaltungs- und Managementkosten verursacht, die die Rendite des Investments zwangsläufig nachhaltig reduzieren und daher ist die Vorsorge mit Fonds in manchen Fällen kritisch, aber nicht grundsätzlich abzuraten.

    Die größten Stärken von Investmentfonds
    Die Vorteile der Anlage in Investmentfonds wurden gerade in der Finanzkrise besonders deutlich. Zwar verloren auch die meisten Investmentfonds mindestens 50 Prozent ihres Wertes, allerdings haben Anleger, die stark im Finanzsektor engagiert waren, Verluste eingefahren, die nicht selten im Bereich von 80 oder 90 Prozent liegen. Außerdem ist es einigen Fonds sogar gelungen, die Verluste zu minimieren, in dem sie frühzeitig Aktien verkauft haben und hohe Cashquoten gehalten haben. Vor diesem Hintergrund dürften Anleger zukünftig noch stärker die Anlage in Investmentfonds fokussieren, wie beispielweise dem ETF, während Einzelaktien bei Privatanlegern in den Hintergrund treten dürften. Vielen Anlegern ist mittlerweile durchaus bewusst, dass die Idee der Diversifikation kein "Märchen" ist, sondern sich auszahlt. Dies zeigte sich bereist beim Platzen der New Economy Blase und wurde auch in der Finanzkrise verdeutlicht.