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  • Sparkassenobligation

    Die Emission von Sparkassenobligationen wird in Deutschland bereits seit 1971 durchgeführt. Sparkassenobligationen gehören dabei zur Gruppe der festverzinslichen Wertpapiere. Wie der Name schon vermuten lässt, werden die Sparkassenobligationen von den Sparkassen emittiert. Sie dienen dabei der langfristigen Finanzierung dieser öffentlich rechtlichen Institute. Daher weisen diese Wertpapiere meist auch Laufzeiten von mehreren Jahren auf, es sind jedoch auch Papiere mit kurzen Laufzeiten verfügbar.

    Was ist eine Sparkassenoblikation
    Der Emittent, also die Sparkasse, die die Obligation herausgibt, verpflichtet sich gegen den Inhaber der Papiere zur Zahlung der jeweils vereinbarten Zinsen sowie des Nennbetrages bei Fälligkeit. Wie bei anderen festverzinslichen Wertpapieren auch hat der Anleger auch bei einer Sparkassenobligation grundsätzlich das Emittentenrisiko zu tragen. Sofern die Sparkasse also während der Laufzeit Insolvenz anmelden würde, könnten Teile des Geldes verloren sein. Dies ist jedoch nahezu unwahrscheinlich, denn Sparkassen sind öffentlich rechtliche Institute und unterliegen der Institutshaftung. Weiterhin gilt, dass für die Ausgabe einer Sparkassenobligation nicht nur eine Sparkasse haftet, sondern mindestens zwei. Sparkassenobligationensind sind Anlagen mit nahezu keinem Risiko. Ebenso wie der Bund, der verschiedene Bundeswertpapiere emittiert, gehören auch die Sparkassen zu den Emittenten mit der sichersten Bonität. Für die Sicherheit spricht weiterhin, dass die Sparkassenobligationen mündelsicher sind und somit auch für die Anlage von Geldern Schutzbefohlener möglich ist.

    Die Auswirkungen der Finanzkrise
    Gerade in der Finanzkrise suchen Anleger vermehrt nach Produkten, die ihnen eine relativ hohe Renditen und 100%ige Sicherheit bieten. Zwar weisen Sparkassenobligationen eine eher marktgerechte Rendite auf, sie sind bei vielen Anlegern aber sehr beliebt. Sie werden oft noch vor Termingeldern, Festgeldern oder Sparkonten abgeschlossen. Grundsätzlich eignen sie sich für alle sicherheitsorientierten Anleger.

    Die Laufzeiten bei Sparkassenobligationen
    Grundsätzlich hat jede Sparkasse das Recht, ihre Sparkassenobligationen frei zu gestalten. Zu den veränderbaren Konditionen zählen neben dem Mindestanlagebetrag auch der Zinssatz sowie die Laufzeit. Eine Verfügung während der Laufzeit ist bei der Sparkassenobligation meist nicht möglich, in einigen Fällen ist jedoch ein vorzeitiger Verkauf über die Börse möglich. In diesen Fällen sollten Anleger jedoch darauf achten, dass die Papiere unter Umständen Verluste aufweisen können. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn das aktuelle Zinsniveau sinkt.

    Rendite bei Sparkassenobligationen
    Die Rendite der Sparkassenobligation setzt sich somit aus dem festen Zinssatz der Anleihe sowie eventuell erzielbaren Kursgewinnen zusammen. Dabei ist die effektive Rendite meist mit dem Zinssatz gleichzusetzen, denn Kosten wie etwa Ausgabeaufschläge, Depotgebühren oder Verwaltungsgebühren müssen bei der Sparkassenobligation nicht eingerechnet werden.