Eine Prepaid Kreditkarte, das heißt eine Kreditkarte auf Guthabenbasis, schützt Sie vor der Schuldenfalle und vor sogenannten Datendieben. Der Service ist allerdings bei Gebühren bis zu 119 Euro im Jahr nicht gerade günstig.
Ohne Kreditkarte lässt es sich beispielsweise im Internet nur schwer shoppen. Kunden ohne Kreditkarte haben meistens schlechte Karten wenn der Online-Shop die Zahlung per Lastschrift oder auf Rechnung ausschließen. Diese Lücke wurde allerdings von vielen Banken erkannt und diese bieten deshalb eine Alternative: Die Kreditkarte auf Guthabenbasis, auch Prepaid-Kreditkarte genannt. Der Kunde läd seine Kreditkarte beispielsweise per Überweisung auf und kann mit der Karte soviel ausgeben, wie er aufgeladen hat. Der Überziehen der Karte ist ausgeschlossen.
Vor kurzem waren die aufladbaren Kredikarten allerdings noch Exoten auf dem Markt. Nur von wenigen Geldgebern angeboten waren sie allenfalls für Kinder und Jugendliche interessant. Inzwischen tummeln sich auf dem Markt allerdings immer mehr anbieter, die das Potenzial der Prepaid-Karte erkannt haben. Neu eingestiegen sind beispielsweise die Baden-Württembergische Bank oder die Wüstenrot Finanzgruppe. Selbst viele Sparkassen bieten ihren Kunden Prepaid Kreditkarten zusammen mit dem Girokonto an.
Die Zielgruppen können hierbei prinzipiell in 3 Kategorien eingeteilt werden:
1. Kinder und Jugendliche
Die Vorteile der Prepaid-Karte liegen auf der Hand. Jugendliche können mit dieser Kreditkarte im Internet einkaufen ohne dabei in die Schuldenfalle zu laufen. Ob Musik, Computerspiele oder Bücher - Nur den Betrag den beispielsweise die Eltern auf die Karte geladen haben kann der Nachwuchs dabei ausgeben.
2. Urlauber und Interneteinkäufer
Sicherheitsbewusste Urlauber profitieren ebenfalls von dem fehlenden Kreditrahmen. So bleibt bei einem Diebstahl der Schaden auf die aufgeladene Summe begrenzt. Auch wer häufig im Internet einkauft und dabei fürchtet, dass seine Daten missbraucht werden könnten, kann durch die aufladbare Kreditkarte das Sicherheitsrisiko minimieren. So können Kriminelle, die die Nummer der Prepaid-Kreditkarte abgreifen höchstens das aufgeladene Guthaben verbrauchen.
3. Erwachsene mit negativem Schufa-Eintrag
Schlussendlich können auch alle, deren Schufa-Eintrag wenig Sicherheit verspricht, die Karte nutzen. Bei den Prepaid-Karten wird keine Bonität geprüft. Selbst ein Schufa-Auszug wird nicht angefordert. Diese Art von Karte funktioniert allerdings nur bei elektronischer Belastung. Arbeitet das Geschäft, der Dienstleister oder die Gaststätte noch mit einer sogenannten "Kartenratsche", so ist keine Bezahlung möglich.