Wenn man bereits im Seniorenalter ist, ist es oft schon zu spät um eine Pflegezusatzversicherung abzuschließen. Das beste Alter um vorzusorgen ist mit Anfang 40. Umso jünger man ist beim Abschluss einer Pflegezusatzversicherung, umso niedriger fallen die Beiträge aus. Frauen zahlen in der Regel mehr, dass liegt daran weil sie länger leben. Schließt zum Beispiel ein 43 Jähriger Mann eine Pflegezusatzversicherung ab so muss er ungefähr 20 Euro zahlen, eine Frau hingegen zahlt 30 Euro.
Pflegekostentarif oder Tagegeld?
Wer sich für eine Pflegezusatzversicherung entscheidet, dem stehen zwei Varianten zur Auswahl. Bei dem Pflegekostentarif zahl die Pflegekostenversicherung in erster Linie die nachgewiesenen Pflegekosten. Das Geld kann der Versicherte aber nicht frei verwenden. Als zweites gibt es die Pflegetagegeldversicherung. Die vereinbarte Summe steht dem Versicherten dann zur freien Verfügung. Für diese Variante entscheiden sich die meisten Versicherten. Das liegt daran, weil die Pflegetagegeldversicherung den Versicherten eine größere Entscheidungsfreiheit gewährt. Das Tagegeld begrenzen die meisten Versicherer auf 60 bis 80 Euro. Wer aber meint er müsse höhere Kosten absichern, so bleibt ihm nichts anderes übrig, als den Pflegekostentarif zu wählen. Das komplette Tagesgeld bekommt man erst in der Pflegestufe drei. Jedenfalls ist dies so, wenn die Pflege zu Hause erfolgt. Es gibt nämlich auch Tarife bei denen man mehr Geld für die Heimpflege bekommt als für die häusliche Pflege. Wie die Pflege sonst organisiert ist, spielt keine Rolle mehr, denn das Geld steht ihnen ja zur freien Verfügung.
Muss man alle paar Monate nachweisen, dass man pflegebedürftig ist, so sollte man bei diesem Versicherer keine Pflegezusatzversicherung abschließen.
Der Schutz sollte dem Geldbeutel angepasst werden
Nicht jeder kann sich einen so umfangreichen Schutz leisten. Im Laufe der Zeit ist es nämlich möglich, dass die Beiträge steigen. So können die Versicherten mit dem Versicherer geringe Leistungen vereinbaren und zahlen dementsprechend auch weniger.
Bei Vertragsabschluss sollte man auf jeden Fall immer das Kleingedruckte lesen. Von dem Gesundheitszustand des Versicherten hängt die Höhe des Beitrages ab. Schummeln bringt hier übrigens gar nichts.