Studiengänge im Bereich der Elektromechanik werden heute deutschlandweit an ca. 200 Universitäten, Berufsakademien und Fachhochschulen angeboten, ca. 2/3 aller Absolventen kommen von den Fachhochschulen.
Ein Studium der Elektrotechnik kann in den vier folgenden Studienbereichen absolviert werden (hier nur grob kategorisiert): Informationstechnik, Mikroelektronik/Mikrosystemtechnik/Nanotechnik, Elektrische Energietechnik, sowie Leit-, Mess-, und Automatisierungstechnik.
War das Studium der Elektrotechnik im 19.Jahrhundert noch eine unterschätze Unterordnung des Maschinenbaus, hat es sich seit dem als eigene Fachrichtung mit zunehmender Bedeutung erwiesen und es entstehen immer weitere Einsatzgebiete.
Laut einer Studie von 2010 haben Studenten und Studentinnen der Elektromechanik auch in Zukunft noch sehr gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Denn, obwohl die Wirtschaftskrise 2009/2010 viele wirtschaftliche Bereiche gelähmt hatte und Einstellungen von neuen Arbeitnehmern rückläufig waren, wurden im Bereich der Elektromechanik von Unternehmen ca. 15.000 Absolventen eines Studiums in diesem Bereich gesucht. Da jedoch durchschnittlich nur 13.200 Studenten und Studentinnen in diesem Fachbereich ihren Abschluss machten, blieben ca. 1.800 offene Stellen unbesetzt.
Ein Studium der Elektromechanik ist grundsätzlich sinnvoll und zukunftsweisend, wenn man minimal über folgende Voraussetzungen verfügt:
- gutes Verständnis in der Mathematik, insbesondere in den Bereichen der Differential- und Integralrechnung, Differentialgleichungen
- physikalische Kenntnisse verschiedenen Bereichen, beispielsweise der Mechanik und Kinematik
-Formale Voraussetzung für ein Studium an der Fachhochschule, Universität oder Fernuniversität vorhanden. In der Regel Hochschul- bzw. Fachhochschulreife
- Team- und Kommunikationsfähigkeit
Grundsätzlich gilt: Wenn man auf dem Arbeitsmarkt erfolgreich sein möchte, muss man sich über das im Studium erworbene Fachwissen schon während des Studiums hinaus durch Praktika oder Werkstudententätigkeiten weiterbilden. Auch Schlüsselkompetenzen und Zusatzqualifikationen wie Fremdsprachenkenntnisse, Team- und Kommunikationsfähigkeit, interkulturelles Einfühlungsvermögen und Aktivitäten außerhalb des Studienalltages (Vereinsarbeit, ehrenamtliche Arbeit) und Studienaufenthalte im Ausland werden von den Personalmanagern positiv in die Bewertung aufgenommen. Auch sollte, da Entwicklungen auch im wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Bereich schwer vorherzusagen sind, von einer sehr frühen Spezialisierung abgesehen werden. Empfehlenswert ist eher die breite Anlegung von gewählten Fächern im Grund- und Hauptstudium, um ein großes Einzugsfeld der Elektromechanik abzudecken zu können. Im Bereich der Stellenangebote Elektromechanik sehen die Chancen für jetzige und zukünftige Absolventen recht gut aus, da in Deutschland solche Fachkräfte immer gebraucht werden.