Irgendwann entdeckt jeder in seinem Leben, dass man nicht mehr alles so klar wie früher sehen kann. Immer öfter ist man dann auf Hilfe angewiesen, wenn beispielsweise die Preisschilder im Supermarkt zu kleinen, unzusammenhängenden Pünktchen werden. Spätestens jetzt sollte man dringend einen Termin mit seinem Augenarzt vereinbaren, denn in den meisten Fällen ist eine Alterssichtigkeit Schuld an der verminderten Sehkraft.
Im Zuge dieser Erkrankung wird zunächst das Nah-sehen, durch eine Austrocknung der Linse bedingt immer schwieriger, bis es im weiteren Verlauf auch zu Beeinträchtigungen beim Fern-sehen kommt. Im Durchschnitt beginnt sie mit Mitte 40 und findet ihren Höhepunkt mit ungefähr 60 – 62 Jahren.
Da sowohl Nah-, als auch Fern-sehen betroffen sind, müssten viele zu zwei unterschiedlichen Brillen greifen, was sich allerdings oft als sehr umständlich und nervenraubend herausstellt, mal findet man die Lesebrille nicht, dann ist die Weitsichtbrille schon wieder in einer anderen Handtasche oder man hat gerade einfach keine Lust alle paar Minuten eine andere Brille aufsetzen zu müssen. Abhilfe schafft hier eine Gleitsichtbrille. Hierbei können beide Brillenstärken mit einander verbunden werden ohne ein zweites „Fenster“ in seinen Brillengläsern einbauen zulassen. Dadurch können Gleitsichtbrillenträger uneingeschränkt scharf sehen, unabhängig von ihrer jeweiligen Sehposition. Gleichzeitig sind die Brillengläser im Vergleich zu denen der „zwei Fenster- Brillen“ leichter und unempfindlicher, weshalb Gleitsichtbrillen im Alter zu empfehlen sind.
Bei ihnen sollte man jedoch darauf achten, dass die Gewöhnungszeit bei diesem Brillentyp ein paar Tage dauern kann, so dass man mit seiner ersten Gleitsichtbrille im Alter um Mitte Sechzig, spätestens mit 70 Jahren beginnen sollte, da sich das Gehirn im zunehmendem Alter nicht mehr so gut umstellen kann, teilweise bleibt die Brille ein Fremdkörper, der das Sehen eher noch verschlechtert als verbessert. Dennoch geben Gleitsichtbrillen im Alter, den Benutzern die Möglichkeit wieder alles, ohne lästiges Auf- und Absetzen, sehen zu können.