Beim Extremsport werden sportliche Grenzen ausgekostet. Psychische, physische, logistische und technische Schranken zu überwinden stellen eine Herausforderung für den Sportler dar.
Extremsport ist nicht auf einzelne Sportarten beschränkt, sondern kann sich bei exzessiver und risikostarker Ausübung in gängigen Sportarten wie Mountainbiken, Klettern, Skilaufen, Tauchen oder Langstreckenlauf zeigen.
Bungee-Springen
Eine besonders spektakuläre Wirkung auf Außenstehende hat die Extremsportart Bungee-Jumping. Diese Sportart bezeichnet den Sprung von einem hohen Gebäude (Brücke, Turm), Kran oder Helikopter, was dem Springer einen großen Kick verschafft. Abgebremst wird der freie Fall von einem Gummiseil, welches mit dem Gebäude und dem Springer verbunden ist. Die Länge des Seils ist auf das Gewicht des Sportlers abgestimmt.
Zu Beginn des Sprungs erlebt der Springer den freien Fall. Sobald sich das Bungeeseil bis zum Maximum ausgedehnt hat, folgt der sogenannte Rebound, bei dem der Springer nach oben gezogen wird und meist einen zweiten freien Fall erlebt.
Es gibt die Möglichkeit einen Tandem-Sprung (zu zweit) zu machen. Das Seil kann am Fußgelenk oder an der Hüfte befestigt werden. Beim Rocket Bungee wird der Springer mit dem gespannten Seil am Boden fixiert. Bei Lösung der Fixierung schnellt der Springer empor.
Apnoetauchen
Bei dieser Tauchvariante bedarf es kein schweres Gerät, sondern nur die eigene Atemluft. Je professioneller der Taucher, desto länger, dauert die Apnoe, der Tauchvorgang.
Es gehen mindestens zwei Taucher zusammen ins Wasser und sichern sich wechselseitig ab. Dazu dient ein Orientierungsseil, dessen Länge auf die Tauchtiefe eingestellt ist. Am Orientierungsseil ist eine Sicherungsleine angebracht, die mit dem Taucher verbunden ist.
Steigender Kohlendioxidgehalt im Blut verursacht den Atemreiz. Durch bewusstes Atmen und Hyperventilation (gesteigerte Lungenbelüftung durch schnelles, tiefes Atmen) wird ein Absinken des Kohlendioxidgehalts bewirkt, welches die Folge-Atmung aufschiebt.
Aktueller Weltrekordhalter im Streckentauchen ist der Deutsche Tom Sietas. Ohne Flossen legte er im Pool eine Entfernung von 213 Metern zurück. Der Weltrekord im Zeittauchen hält ein Franzose mit elf Minuten und 35 Sekunden.